Kennst du das Gefühl, nach einem Gespräch, Meeting oder einem ganz normalen Arbeitstag völlig ausgelaugt zu sein – obwohl eigentlich alles in Ordnung war?
Vielleicht war es nicht deine eigene Energie, die dich erschöpft hat. Vielleicht hast du – ganz unbewusst – die Energie deines Gegenübers aufgenommen. Ein Gefühl, ein Ärger, eine Schwere, die ursprünglich gar nicht zu dir gehörte. Besonders feinfühlige Menschen kennen das gut: Wir spüren Schwingungen, Stimmungen, unausgesprochene Emotionen – oft, bevor der andere sie selbst richtig wahrnimmt.
Doch diese Sensibilität ist kein Makel.
Sie ist eine Gabe – wenn du bewusst damit umgehst.
Der erste Schritt: Bewusstsein schaffen
In vielen Momenten des Alltags sind wir im Autopilot unterwegs. Wir fühlen uns auf einmal genervt, traurig oder gestresst – und verstehen gar nicht so richtig, warum.
Genau hier beginnt der entscheidende Wendepunkt: Bewusstsein.
Du kannst dir regelmäßig folgende Fragen stellen:
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Ist das gerade meine Emotion – oder die des anderen?
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Habe ich mich vor dem Gespräch schon so gefühlt?
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Fühle ich mich „leer“, weil ich etwas gegeben habe – oder weil mir etwas genommen wurde?
Ein Beispiel aus dem Alltag: Energie, die nicht zu dir gehört
Stell dir vor, ein Kollege oder eine Freundin kommt zu dir und ist genervt, angespannt oder pampig. Ohne Einleitung bekommst du ein patziges „Na, das hat ja wieder super geklappt…“ an den Kopf geworfen.
Du fragst dich irritiert: Was habe ich denn jetzt falsch gemacht?
Die Antwort: nichts.
Vielleicht hatte diese Person ein schlechtes Telefonat, einen stressigen Morgen, Ärger mit dem Chef oder privaten Kummer. Nur: Statt die eigene Emotion zu reflektieren, wird sie – wie ein Ball – weitergereicht.
Und plötzlich trägst du diese Energie in dir, obwohl sie nicht dir gehört.
Dieses Phänomen begegnet uns überall:
Im Büro, in der Familie, in Gesprächen mit Fremden oder auch in digitalen Räumen.
Der zweite Schritt: Liebevolle Abgrenzung
Sobald du erkennst: „Das gehört nicht zu mir“, darfst du dich liebevoll und bewusst abgrenzen.
Nicht mit harten Mauern. Sondern mit einer inneren Klarheit, die sagt: „Ich sehe dich. Ich fühle dich. Aber ich nehme deine Last nicht an.“
Denn du bist nicht verantwortlich für die Emotionen anderer. Du bist aber verantwortlich für deinen Umgang damit.
Eine kleine Übung zur Abgrenzung – ganz alltagstauglich
„Zurück an den Absender“ – Die energetische Klärung
1. Halte kurz inne.
Wenn du merkst, dass dich etwas emotional aus dem Gleichgewicht bringt, atme einmal tief durch und werde still.
2. Frage dich bewusst:
„Ist das meins?“ Wenn sich ein „Nein“ zeigt oder ein Gefühl von Fremdheit aufkommt, stell dir vor, wie du diese Energie wieder loslässt.
3. Visualisiere:
Stell dir vor, wie du diese fremde Energie wie einen Nebel oder Ball leicht von dir löst – und mit einem freundlichen Lächeln „zurück an den Absender“ schickst. Du kannst dabei auch innerlich sagen:
„Ich sende dir zurück, was dir gehört – und behalte, was meins ist.“
4. Stärke deine eigene Energie:
Lege deine Hand auf dein Herz, atme tief in deinen Bauch und erinnere dich daran, wie es sich anfühlt, in deiner Kraft zu sein. Du kannst dir auch vorstellen, wie ein schützendes Lichtfeld dich sanft umgibt.
Diese kleine Übung kannst du überall machen – im Büro, im Auto, in einer Pause.
Sie hilft dir, immer wieder in deine eigene Energie zurückzukehren.
Fazit: Energiehygiene ist Selbstfürsorge
Bewusst mit Energie umzugehen ist wie ein Muskel, den du trainieren darfst.
Mit der Zeit wirst du schneller spüren, was zu dir gehört – und was nicht.
Du darfst freundlich „Nein“ sagen, wenn jemand seine Last bei dir ablädt.
Du darfst deine Energie schützen, ohne dich zu verschließen.
Du darfst dich zeigen – aber nicht ausbeuten lassen.
Denn deine Energie ist wertvoll. Und sie gehört dir.
Du möchtest lernen, wie du besser bei dir bleibst und dich klarer abgrenzt? Dann buche dir gerne ein kostenfreies 1:1 Gespräch mit mir ➔ meinen Klarheitsbooster.
Ich freue mich auf dich!